Moral und Ethik

Samet Balci

Philosoph, islamischer Theologe, Doktorand der islamischen Philosophie

Zuwider der Entmoralisierung: Wie keine Moral unsere Moral dominiert

Einleitung

Unsere Zeit ist geprägt von einem tiefgreifenden Wandel moralischer Orientierung. Begriffe wie „Tradition“, „Verantwortung“, „Pflicht“ oder „Gemeinwohl“ verlieren an gesellschaftlicher Verbindlichkeit, während persönliche Interessen, Nutzenkalküle und emotionale Befindlichkeiten in den Vordergrund rücken. Die Frage nach dem Guten weicht der Frage nach dem höchsten subjektiven Profit, das „Sollen“ wird durch das „Wollen“ ersetzt und markiert an dieser Stelle eine markante Transformation zum Hedonismus. Der Beitrag verfolgt die These, dass die gängige Handhabung von Moral in der Moderne nicht nur fragwürdig, sondern zutiefst problematisch ist: Sie führt zur Auflösung gemeinschaftlicher Normen, zur Instrumentalisierung des Menschen und zur Desorientierung in zentralen Lebensfragen.

In einer von Konsumismus geprägten Gesellschaft gelten Werte nur noch temporär, Wahrheit ist zu einer kontingenten Größe geworden. ​Was ursprünglich als Kritik an dem wissenschaftlichen Paradigma der Moderne und ihrer Methoden  formuliert wurde – das berühmte ‚Anything goes‘ – scheint heute sinnbildlich für den moralischen Zustand der Spätmoderne zu stehen: alles ist möglich, nichts mehr bindend.1 Das hat weitreichende Folgen: Für den Einzelnen, der seine Orientierung verliert, für die Gesellschaft, die keine konsensuellen Werte mehr kennt, für die Umwelt, die unter verantwortungsloser Ausbeutung leidet und für die Zukunft des Menschseins insgesamt. Die Auswirkung temporärer und subjektiver Moral auf die nächsten Generationen und die Umwelt ist kaum abzuschätzen. Es steht jedoch außer Zweifel, dass singuläre Handlungen Auswirkungen auf die gesamte Menschheit haben.

Hauptteil

Die Aufklärung als Wendepunkt

Es lässt sich kaum exakt bestimmen, wann eine solche Verschiebung der Moralvorstellung, wie sie schließlich in der Postmoderne vorliegt, Überhand gewonnen hat. Vielmehr zeichnet sich durch Weichenstellungen und durch einzelne intellektuelle und großflächige Bemühungen eine Veränderung der Wahrnehmung und der Perspektive der Moral ab. Bis noch in die Renaissance hat die Tugendethik eine zentrale Rolle gespielt, die sich auf die innere Transformation des Menschen zum Guten bezog, welches durch Tradition, Konvention, intellektuelle Tradierung und religiöse Moralvorstellungen bestimmt wurde.2 Das bedeutet nicht, dass Handlungen und die Konsequenzen bei der Tugendethik irrelevant waren und sind.

Spätestens seit der Aufklärung wird jedoch ein historischer Bruch in der ethischen Selbstverständigung der westlichen Kultur markiert. Die traditionelle Ordnung, in der Moral an transzendente Prinzipien gebunden war, wurde durch das Ideal autonomer Vernunft ersetzt.3 Der Mensch sollte fortan selbst Gesetzgeber sein, frei von Autorität, Tradition und Dogma. In dieser Herausstellung und der Zentrierung der Vernunft zum archimedischen Punkt wird Immanuel Kant zur Galionsfigur. In der Renaissance wurden die antiken und arabischen Autoren (wieder-)entdeckt und in der Aufklärung fortgedrängt. Kant versuchte sich bewusst von heteronomen Ethiken (erfahrungsbasierte Ethiken) zu lösen und begründete eine rein objektive Moral, die a priori durch die reine praktische Vernunft begründet werden sollte. Der kategorische Imperativ sollte als rationaler Prüfstein für moralisches Handeln dienen: „Handle so, dass die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.4“ Bereits zu Lebzeiten Kants erweist sich sein ethisches Modell als utopisch und zieht die Schrift „Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis“ nach sich, wo er einen Erklärungsversuch über die Praktikabilität seiner Ethik anstrebt.5 Trotz der Kritik an seinem abstrakten Modell wird die vernunftorientierte Herangehensweise zum Modus Operandi des Rechtsdenkens und des positiven Rechts. Doch mit der zunehmenden Pluralisierung von Lebensformen, Weltanschauungen, Normensystemen und vor allem der Leistungsorientierung der Gesellschaften gewinnen neben dieser kantisch-deontologischen Moralvorstellung teleologische und utilitaristische Erzählungen mehr Gewicht.6 Max Weber diagnostizierte bekanntlich im frühen 20. Jahrhundert die „Entzauberung der Welt“.7 Mit dieser Entzauberung ging einher, dass Menschen in einem Wertevakuum leben, in dem keine metaphysischen Letztbegründungen mehr Geltung beanspruchen können. In Wissenschaft als Beruf beschreibt er beispielsweise die Rationalisierung der Welt als Fortschritt in methodischer Effizienz, aber zugleich als Verlust an Sinn und Orientierung.8 Die Entzauberung der Moral tritt dabei jedoch im Zuge des Übergangs von der Renaissance in die Aufklärung ein. In dem wichtigen Bericht „La condition postmoderne“ (1979) Jean-François Lyotards wird schließlich resümiert, dass die Postmoderne vom „Unglauben gegenüber den großen Erzählungen“ (méta-récits) geprägt ist: Christentum, Marxismus, Aufklärung, Humanismus – all diese Sinnsysteme erscheinen nun als verdächtige Totalitätskonstrukte.9 An ihre Stelle treten Partikularität, Differenz und Fragmentierung, die an keine Letztbegründungen der Moral glauben.10 Eine zusätzliche Verschärfung erfährt die Entmoralisierung durch den metaethischen Nonkognitivismus.11 Dieser besagt, dass moralische Aussagen keine objektiven Wahrheitswerte besitzen, sondern lediglich Gefühle, Einstellungen oder Handlungsimpulse ausdrücken. Damit wird moralische Argumentation unmöglich: Wenn „Mord ist falsch“ nur „Ich mag Mord nicht“ bedeutet, verliert Ethik ihre normative Kraft.

Vom Sollen zum Wollen: Individualisierung und moralischer Relativismus

Ein zentrales Charakteristikum der Moderne ist die Verschiebung vom ethischen „Sollen“ zum psychologischen „Wollen“. Moral erscheint zunehmend weniger als Ausdruck gemeinsam anerkannter Verpflichtungen, sondern vielmehr als Ergebnis individueller Präferenzen. Immer häufiger wird das individuelle Fühlen und Wollen als Grundlage moralischer Geltung für den Einzelnen verstanden. Es ist häufig diffus, wie solche Veränderungen großflächig eintreten. Ziemlich unkontrovers erscheint, dass diese Tendenz eng mit dem steigenden Kapitalismus und dem Siegeszug des Utilitarismus verbunden ist.12 Der Mensch wird im Zuge der Moderne immer mehr zum Instrumentarium des Profits. Bei Jeremy Bentham und John Stuart Mill wird die Maximierung des Glücks zur einzigen moralischen Leitlinie.13 Bentham erklärt sogar, dass das Ziel der Ethik die Förderung von Lust sei.14 Dieser Hedonismus in unterschiedlichen Variationen, ein moralischer Pragmatismus und die ergebnisorientierte Vorstellung bei einer Handlung werden die dominierenden Moralvorstellungen in der westlichen Hemisphäre. Sigmund Freud verwies in „Das Unbehagen in der Kultur“ (1930) darauf, dass Nächstenliebe eine zentrale zivilisatorische Leistung ist, die immer wieder von den Trieben bedroht wird.15 Dadurch wird der Bogen auf die innere psychische Dimension des Menschen geschlagen, wodurch Gesellschaften geformt und verändert werden können. Die Deontologie geht von dem alleinigen Primat der Vernunft aus und die utilitaristischen Ethiken von den positiven Konsequenzen der Handlung. Keine dieser Moralitäten nimmt die innere Verfasstheit und Veränderungsmöglichkeit des Menschen zur Grundlage. In einer Gesellschaft, die zunehmend individualistisch denkt, ist diese Forderung zur Zumutung geworden.

Adorno und Horkheimer zeichnen in ihrer Dialektik der Aufklärung (1947) das Bild einer Moderne, in der die Ratio selbst zur Bedrohung wird.16 Statt Emanzipation bringt sie Kontrolle. Statt Freiheit erzeugt sie Anpassung. Die Kulturindustrie produziert standardisierte Inhalte, die Menschen ruhigstellen, verdummen und vom kritischen Denken abhalten. In diesem Zusammenhang wird Ethik zur Nebensache. Ethik wird verdrängt durch reines Zweckdenken: Was zählt, ist nicht, ob etwas gut ist, sondern ob es funktioniert.17 Ethische Urteile verlieren ihren normativen Gehalt und werden durch Effizienz und Nutzen ersetzt. Der Mensch wird zum Mittel für Zwecke: als Konsument, Arbeitskraft, Datenlieferant. Der Holocaust, die größte Katastrophe des 20. Jahrhunderts, ist für Adorno das Menetekel dieser Entwicklung.ṯ Nach der Niederlage der Tugendethik ist die Moderne eine dramatische Anreihung von Völkermorden, Zerstörung und Kriegen: Vernunft ohne Moral endet in Barbarei.18

Tugendethik und Traditionalismus als Gegenbewegung

Gegen diese Erosion moralischer Grundlagen formiert sich seit einigen Jahrzehnten eine Renaissance der Tugendethik – begleitet von dem Bestreben, der Transzendenz wieder mehr Raum im ethischen Denken zu geben.Alasdair MacIntyre kritisiert in  After Virtue (1981), dass moderne Gesellschaften ihre moralischen Traditionen aufgegeben haben und dadurch in einen Zustand der sittlichen Leere geraten sind.19 Ohne narrative Kontexte und gelebte Praktiken ist Moral bedeutungslos.20 MacIntyre stellt fest, dass moralische Normen immer in kulturellen Traditionen verwurzelt sind.21 Eine vollständige Emanzipation davon führt zur Orientierungslosigkeit.22 Nach MacIntyre  ist die moderne Gesellschaft in solch einem Zustand, dass sie nicht mehr in der Lage ist, eine Moralvorstellung auszubilden. Martha Nussbaum wiederum vertritt einen kulturübergreifenden Universalismus. In Non-Relative Virtues: An Aristotelian Approach (1993) argumentiert sie, dass bestimmte Tugenden wie Mut, Mäßigung oder Gerechtigkeit tief in der menschlichen Natur gründen. Ihre konkrete Ausgestaltung ist kulturell verschieden, ihr ethischer Kern jedoch universell.23

Traditionelle Autoren wie Seyyed Hossein Nasr und René Guénon wiederum sind der Auffassung, dass es auch noch in der Moderne kleine Inseln des Metaphysischen gebe, die noch Bezug und Realität zur universellen Moral besitzen.24 Diese speisen sich aus unterschiedlichen Religionen, die nach diesen Autoren einen direkten Transzendenzbezug haben.25 Vor allem in der islāmischen Ethik und im Geflecht zwischen Mensch, Umwelt und Schöpfer wird die einzige Chance zur Rettung des modernen Menschen erkannt. Im Selbstverständnis des Islām stellt er die endgültige Offenbarung dar, die die Wahrheit früherer Religionen bestätigt, korrigiert und zur Vollendung bringt. Nicht alles, was in der Vergangenheit liegt, ist im Gegensatz zur Moderne und Postmoderne gut und besser, sondern nur dasjenige, was aus der Transzendenz kommt und somit eine universelle Gültigkeit gewinnt. Das Zeitlose gewinnt Gültigkeit über das Zeitliche. Wahre Ethik, so die Vertreter der traditionalistischen Schule, wurzelt nicht in sozialen Übereinkünften oder Nutzenkalkülen, sondern in einer göttlichen Ordnung. Eine Wiederbelebung der Postmoderne bestünde für sie nicht in einem Rückgriff auf vergangene Formen, sondern in der Rückbindung des Ethischen an das Transzendente – als Antwort auf die moralische Erosion der Gegenwart.

Schluss

Die Entmoralisierung der Moderne ist kein bloßes Randphänomen, sondern Ausdruck einer tiefgreifenden Dehumanisierung des Menschen und einer ethischen Verwahrlosung auf individueller wie kollektiver Ebene. Der Verlust gemeinsamer Werte, die Fragmentierung der Normen und die Reduktion von Ethik auf subjektive Gefühle führen zu schwerwiegenden Krisen: individuell, sozial und ökologisch. „Zuwider der Entmoralisierung” bedeutet daher, sich bewusst gegen diese Tendenzen zu stellen: für eine neue Tugendethik, für eine verantwortungsorientierte Moral und für ein ethisches Denken, das dem Menschen als Selbstzweck gerecht wird. Gerade die intellektuellen Bemühungen mit ihren offenbarungszentrierten Erzählungen im Allgemeinen und der islāmischen Religion im Besonderen bieten hier eine ernstzunehmende Alternative. Indem sie Ethik wieder in Beziehung zur Transzendenz setzen und nicht bloß an subjektive Befindlichkeit oder gesellschaftlichen Konsens binden, eröffnen sie die Möglichkeit, den Menschen aus seiner ethischen Krise herauszuführen. Der Rückbezug auf das Ewige schenkt Orientierung in einer Zeit der moralischen Selbstzerstörung – und damit eine reale Hoffnung auf ethische Erneuerung.

Literaturverzeichnis

Bentham, Jeremy (1789): An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. London: T. Payne & Son.

Feyerabend, Paul (1986): Wider den Methodenzwang. Frankfurt am Main: Suhrkamp-Verlag.

Freud, Sigmund (1930): Das Unbehagen in der Kultur. In: Gesammelte Werke (Studienausgabe), Band 10. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1999, S. 5–116.

Guénon, René (1946): The Crisis of the Modern World. London: Luzac.

Horkheimer, Max / Adorno, Theodor W. (1987): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. In: Max Horkheimer: Gesammelte Schriften. Band 5. Frankfurt am Main: Fischer.

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Kant, Immanuel (2016): Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Herausgegeben von Dieter Schönecker und Bernd Kraft. 2., durchgesehene Auflage mit aktualisierter Einleitung und Bibliographie. Hamburg.

Lyotard, Jean-François (2025): Das postmoderne Wissen. Wien: Passagen Verlag.

MacIntyre, Alasdair (1984): After Virtue: A Study in Moral Theory. Notre Dame, IN: University of Notre Dame Press.

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Nasr, Seyyed Hossein (1968): The Encounter of Man and Nature: The Spiritual Crisis of Modern Man. London: George Allen & Unwin.

Nussbaum, Martha (1993): “Non-Relative Virtues: An Aristotelian Approach.” In: Martha Nussbaum / Amartya Sen (Hrsg.): The Quality of Life. Oxford: Clarendon Press.

Sedgwick, Mark (2004): Against the Modern World: Traditionalism and the Secret Intellectual History of the Twentieth Century. Oxford: Oxford University Press.

Van Roojen, Mark (2024): “Moral Cognitivism vs. Non-Cognitivism.” In: Edward N. Zalta & Uri Nodelman (Hrsg.): The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2024 Edition).

Weber, Max (1919): Wissenschaft als Beruf. Vortrag vom 7. November 1917 in München; veröffentlicht 1919. In: Mommsen, W. J. (Hrsg.): Max Weber: Gesamtausgabe. Band 17 – Wissenschaft als Beruf. Tübingen: Mohr Siebeck, 1992, S. 13–46.


  1. Feyerabend, Paul (1986): Wider den Methodenzwang. Frankfurt am Main: Suhrkamp-Verlag. ↩︎
  2. Hübner, Dietmar (2016): Praktische Philosophie. Eine Einführung, München: UTB (Uni-Taschenbücher), 5. Auflage. ↩︎
  3. Ebd. ↩︎
  4. Kant, Immanuel (2016): Grundlegung zur Metaphysik der Sitten. Herausgegeben von Dieter Schönecker und Bernd Kraft. 2., durchgesehene Auflage mit aktualisierter Einleitung und Bibliographie. Hamburg. ↩︎
  5. Kant, Immanuel (1992): Über den Gemeinspruch: Das mag in der Theorie richtig sein, taugt aber nicht für die Praxis. Herausgegeben und mit einer Einleitung von Heiner F. Klemme. Hamburg: Felix Meiner Verlag. ↩︎
  6. Hübner, Dietmar (2016): Praktische Philosophie. Eine Einführung, München: UTB (Uni-Taschenbücher), 5. Auflage. ↩︎
  7. Weber, Max (1919): Wissenschaft als Beruf. Vortrag vom 7. November 1917 in München; veröffentlicht 1919. In: Mommsen, W. J. (Hrsg.): Max Weber: Gesamtausgabe. Band 17 – Wissenschaft als Beruf. Tübingen: Mohr Siebeck, 1992, S. 13–46. ↩︎
  8. Ebd. ↩︎
  9. Lyotard, Jean-François (2025): Das postmoderne Wissen. Wien: Passagen Verlag. ↩︎
  10. Ebd. ↩︎
  11. Van Roojen, Mark (2024): “Moral Cognitivism vs. Non-Cognitivism.” In: Edward N. Zalta & Uri Nodelman (Hrsg.): The Stanford Encyclopedia of Philosophy (Summer 2024 Edition). ↩︎
  12. Hübner, Dietmar (2016): Praktische Philosophie. Eine Einführung, München: UTB (Uni-Taschenbücher), 5. Auflage. ↩︎
  13. Bentham, Jeremy (1789). An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. London: T. Payne & Son; Mill, John Stuart (1861). Utilitarianism. London: Parker, Son, and Bourn, West Strand. ↩︎
  14. Bentham, Jeremy (1789). An Introduction to the Principles of Morals and Legislation. London: T. Payne & Son. ↩︎
  15. Freud, Sigmund (1930). Das Unbehagen in der Kultur. In: Gesammelte Werke (Studienausgabe), Band 10. Frankfurt am Main: S. Fischer Verlag, 1999, S. 5–116. ↩︎
  16. Horkheimer, Max / Adorno, Theodor W. (1987): Dialektik der Aufklärung. Philosophische Fragmente. In: Max Horkheimer: Gesammelte Schriften. Band 5. Frankfurt am Main: Fischer. ↩︎
  17. Ebd. ↩︎
  18. Ebd. ↩︎
  19. Ebd. ↩︎
  20. MacIntyre, Alasdair (1984): After Virtue: A Study in Moral Theory. Notre Dame, IN: University of Notre Dame Press. ↩︎
  21. Ebd. ↩︎
  22. Ebd. ↩︎
  23. Ebd. ↩︎
  24. Nussbaum, Martha (1993): “Non-Relative Virtues: An Aristotelian Approach.” In: Martha Nussbaum / Amartya Sen (Hrsg.): The Quality of Life. Oxford: Clarendon Press. ↩︎
  25. Sedgwick, Mark (2004): Against the Modern World: Traditionalism and the Secret Intellectual History of the Twentieth Century. Oxford: Oxford University Press. ↩︎