- Empfohlene Zielgruppe:
- Preis:
130,00 € / 1UE
- Dauer:
2 UE (90 Min.) oder 4 UE (180 Min.)
- Workshopleitung:
Der Workshop wird von zwei pädagogisch und fachlich geschulten Mitarbeiter:innen durchgeführt
Beschreibung
In diesem Workshop beleuchten wir die zentralen Quellen des Islām, wie den Qurʾān und die Aḥādīṯ, und setzen uns mit deren Entstehung und Kontext auseinander. Die vielfältige Interpretationsmöglichkeit dieser Quellen stellt vor allem in der Moderne eine große Herausforderung dar. Extremistische Auslegungen entstehen oft durch einseitige oder verzerrte Interpretationen. Eine fundierte, kontextgerechte Lesart ist daher entscheidend, um Missverständnissen und falschen Deutungen vorzubeugen. Der Workshop fördert die kritische Reflexion und gibt den Teilnehmer:innen Werkzeuge an die Hand, eine fundierte, kontextgerechte und nachhaltige Auseinandersetzung mit den Quellen des Islām zu führen und in ihrer eigenen Handlungssicherheit zu wachsen.
Lernziele und Kompetenzerwerb
- Verständnis der Quellen des Islām: Die SuS sollen die zentralen Quellen des Islām – insbesondere den Qurʾān und die Aḥādīṯ – verstehen und deren Entstehung sowie historischen Kontext einordnen können.
- Kontextuelle Interpretation: Die SuS lernen, wie wichtig es ist, die Quellen des Islām im historischen und kulturellen Kontext zu verstehen, um Missverständnisse und falsche Interpretationen zu vermeiden.
- Erkennen von extremistischen Interpretationen: Die SuS werden für die Gefahren einseitiger oder verzerrter Auslegungen sensibilisiert und können diese von fundierten, kontextgerechten Interpretationen unterscheiden.
- Kritische Reflexion: Die SuS sollen lernen, eine kritische Haltung gegenüber verschiedenen Interpretationen der Quellen einzunehmen und zu reflektieren, wie diese in der heutigen Zeit angewendet werden.
- Fundierte Auseinandersetzung mit den Quellen: Die SuS werden befähigt, die Quellen des Islām auf differenzierte Weise zu analysieren und in ihrer eigenen Auseinandersetzung eine ausgewogene, respektvolle Perspektive zu entwickeln.
- Handlungssicherheit im Umgang mit islāmischen Lehren: Die SuS gewinnen mehr Sicherheit in ihrem eigenen Umgang mit den islāmischen Quellen und sind in der Lage, diese in ihr Alltagsleben zu integrieren.
Zentrale Fragestellungen
- Was sind die zentralen Quellen des Islām und welche Bedeutung haben sie für Muslim:innen?
- Warum ist es notwendig, die Quellen des Islām in den eigenen Kontext zu übertragen?
- Wie entstehen unterschiedliche Interpretationen der islāmischen Quellen?
- Was sind die Risiken und Gefahren von einseitigen, verzerrten und literarischen Auslegungen?
- Wie lässt sich eine kontextgerechte und fundierte Lesart des Qurʾāns und der Aḥādīṯ entwickeln?
Methoden
- Peer-Learning: Die SuS arbeiten in Kleingruppen zusammen, erklären sich gegenseitig Inhalte und präsentieren ihre Ergebnisse
- Visuelle Methoden: Die SuS erstellen gemeinsam Mindmaps oder Plakate, um komplexe Inhalte anschaulich darzustellen
- Interaktive Methoden: Explorative Ansätze oder spielerische Formate regen zur aktiven Auseinandersetzung mit den Quellen an
- Diskussions- und Debattenformate: Die Gruppe diskutiert kontroverse Interpretationen, um verschiedene Sichtweisen kennenzulernen
- Hebammenkunst (maieutische Methode): Durch gezielte Fragen werden die SuS dazu angeregt, selbständig neue Erkenntnisse zu gewinnen
- Niedrigschwellig: Alle Übungen sind so gestaltet, dass auch SuS ohne Vorkenntnisse aktiv mitarbeiten können