- Empfohlene Zielgruppe:
- Preis:
130,00 € / 1UE
- Dauer:
2 UE (90 Min.) oder 4 UE (180 Min.)
- Workshopleitung:
Der Workshop wird von zwei pädagogisch und fachlich geschulten Mitarbeiter:innen durchgeführt.
Beschreibung
In einer Zeit, in der das Bild des Islām oft von negativen Narrativen geprägt ist, lädt dieser Workshop dazu ein, neue Perspektiven zu entdecken und einen positiven Zugang zur Vielfalt islāmischer Kultur zu gewinnen.
Die islāmische Kunst – als Ausdruck von Schönheit, Spiritualität und kultureller Identität – eröffnet dabei einen besonderen Zugang zu den vielfältigen Traditionen muslimisch geprägter Gesellschaften.
Gleichzeitig fördert das Konzept der Ambiguitätstoleranz die Fähigkeit, mit unterschiedlichen Weltanschauungen offen und reflektiert umzugehen. Es stärkt den respektvollen Dialog und gilt als zentrale Kompetenz in einer pluralistischen und demokratischen Gesellschaft.
Beide thematischen Zugänge ermutigen dazu, stereotype Vorstellungen zu hinterfragen und die kulturelle Vielfalt des Islām im Sinne von Toleranz, Offenheit und gegenseitigem Verständnis zu erfassen.
Lernziele und Kompetenzerwerb
- Verstehen der Vielfalt islāmischer Kunst: Die SuS lernen, die verschiedenen Formen islāmischer Kunst zu erkennen und deren kulturelle, historische und religiöse Bedeutung zu verstehen.
- Kunst als Ausdruck kultureller und historischer Elemente: Die SuS erleben die islāmische Kunst als historische Ausdrucksform, welche ständig im Austausch mit den unterschiedlichen Kulturen und Kontexten entstanden ist.
- Förderung von Ambiguitätstoleranz: Die Schülerinnen und Schüler sollen die Fähigkeit entwickeln, mit unterschiedlichen Weltanschauungen, religiösen Praktiken und kulturellen Ausdrucksformen offen und respektvoll umzugehen. Ziel ist es, eine reflektierte Haltung gegenüber Vielfalt zu fördern und die Bereitschaft zu stärken, mit Mehrdeutigkeit und Unterschiedlichkeit konstruktiv umzugehen.
- Überwindung von Stereotypen: Der Workshop soll den SuS helfen, stereotype Denkmuster in Bezug auf den Islām und islāmische Kulturen zu hinterfragen und aufzulösen.
- Erweiterung des Verständnisses für islāmische Kultur: Die SuS erweitern ihr Wissen und ihre Perspektive über die kulturellen und künstlerischen Beiträge des Islāms und erkennen deren Einfluss auf die Weltgeschichte.
Zentrale Fragestellungen
- Was zeichnet islāmische Kunst aus, und welche verschiedenen Traditionen gibt es innerhalb dieser Kunstform?
- Wie können wir die Vielfalt islāmischer Kunst verstehen, schätzen und diese in unserer Gegenwart berücksichtigen?
- Was bedeutet Ambiguitätstoleranz, und warum ist sie in der Moderne unentbehrlich – vor allem in Demokratien?
- Wie können Kunst und Kultur als Brücken zwischen verschiedenen Weltanschauungen und Religionen wirken?
- Inwiefern kann die Auseinandersetzung mit islāmischer Kunst helfen, Vorurteile abzubauen und zu einem respektvollen Dialog beizutragen?
Methoden
- Peer-Learning: Die SuS arbeiten in Kleingruppen zusammen, erklären sich gegenseitig Inhalte und präsentieren ihre Ergebnisse
- Visuelle Methoden: Die SuS erstellen gemeinsam Mindmaps oder Plakate, um komplexe Inhalte anschaulich darzustellen
- Interaktive Methoden: Explorative Ansätze oder spielerische Formate regen zur aktiven Auseinandersetzung mit den Quellen an
- Diskussions- und Debattenformate: Die Gruppe diskutiert kontroverse Interpretationen, um verschiedene Sichtweisen kennenzulernen
- Hebammenkunst (maieutische Methode): Durch gezielte Fragen werden die SuS dazu angeregt, selbständig neue Erkenntnisse zu gewinnen
- Niedrigschwellig: Alle Übungen sind so gestaltet, dass auch SuS ohne Vorkenntnisse aktiv mitarbeiten können